Aktuell
Probentermine
|
Das POPUP PICNIC THEATER scheitert bei dem Versuch,
"MAX FRISCH: DIE CHINESISCHE MAUER"
aufzuführen
Ein Stück nach Motiven von Max Frisch
Arrangement und Regie: Günter Klempau-Froning
Eine alternde Theater-Diva möchte ihren "50." Geburtstag im Kreise
ihrer "Lieben" feiern und lädt dazu Freunde und Bekannte, Verwandte
und Kollegen, aktuelle und verflossene Liebhaber ein. Höhepunkt des
Abends soll eine Zimmeraufführung von Max Frisch's "Chinesischer Mauer"
sein, präsentiert von der "Event Agentur POPUP PICNIC THEATER".
Neben den chinesisch kostümierten Hauptdarstellern sollen alle Gäste
kleine, improvisierte Rollen in dem Stück übernehmen, bis das Event
in einem opulenten Büffet endet - soweit die Planung.
Während des Spiels entladen sich allerdings zwischen den Gästen
persönliche Animositäten, Eifersüchteleien und lange verschüttete
Konflikte, so daß die Feier schließlich im Chaos endet und die
Bestandteile des Büffets zu gefährlichen Wurfgeschossen werden.
Auch das POPUP PICNIC THEATER kann die Situation nicht mehr retten.
Max Frisch: Die chinesische Mauer
Durch Frischs öfter als "nihilistisch" bezeichnete Farce
führt "die Heutige" als illusionsbrechender Conferencier. Die
eigentliche Fabel ist eingebettet in einen Reigen von "Masken",
die bekannte Persönlichkeiten der Weltgeschichte und der Literatur darstellen.
Sie sollen den Bankrott aller bisherigen Geschichte angesichts des Atomzeitalters
deutlich machen; die Heutige bittet sie, doch endlich abzutreten.
"Exzellenz, das Atom ist teilbar", ruft sie z.B. Napoleon zu.
"Die Sintflut ist herstellbar. Der nächste Krieg wird der letzte
sein. Unser Fortschritt läßt uns nur noch die Wahl, unterzugehen
oder Menschen zu werden."
Die Kernfabel des Stücks spielt in China: Der Kaiser verkündet
nach dem "endgültigen" Sieg über seine Feinde die "Große
Ordnung". Um das Paradies auf Erden Wirklichkeit werden zu lassen, müsse
nun eine große Mauer gebaut werden...
Das Stück ist eine verzweifelte Warnung vor den Gefahren des Atomzeitalters
und zugleich eine hoffnungslos-nüchterne szenische Vision von der Ohnmacht
und Unzulänglichkeit des Denkens und der Literatur.
Es spielen:
André Becker, Andrea Borrmann, Dirk Brenker, Serkan Demiral,
Eroika Leikauf, Reinhard Klostermann, Carmen Meihs, Jochen Müller,
Nicola van Os, Silvia Pick, Bianka Simon, Martina Stiehl,
Astrid Zimmermann-Mester
| Regie |
Günter Klempau-Froning |
| Dank an |
Irmgard Baumgart, Amalia Langensiepen, Cristiana Leikauf,
Jochen Leikauf, Burkhard Mester, Bert van Os,
Erika van Os, Elvira Zimmermann |
|